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Tren de las nubes Salta - Argentinien (Zug zu den Wolken)

In der Provinz Salta findet der Besucher eine der malerischsten und faszinierendsten Dinge, den Ramal C-14 der Bahnlinie General Belgrano, an der Grenze zu Chile in der Andenkordillere gelegen, bekannt als Tren de las Nubes oder Tren a las Nubes, da Teile dieser Strecke oberhalb von 4.000 m.ü.d.M. liegen. Durch seine auβergewöhnliche Höhenlage kann man mitunter die Wolken von den Brücken und den Abhängen aus von oben betrachten.

Wenn wir uns am Bahnhof Ingeniero Maury auf 2.358 m.ü.d.M. befinden, erscheint uns das Panorama jedes Mal beeindruckender. Die wunderschöne Reise geht weiter, bis der Zug zum Bahnhof Gobernador Solá gelangt, wo man an den Hängen und Bergflanken wichtige Minen erkennen kann, eine Gegend mit reichen Vorkommen an Magnesium, Eisen, Blei und Silber.

Tren de las Nubes


Es ist eine der höchstgelegensten Bahnstrecken der Welt, die schwindelerregend die Berge der Andenkordillere zwischen zauberhaften Landschaften durchquert. Von der Stadt Salta aus fährt sie durch das Valle de Lerma, um über die Quebrada del Toro zur Puna zu gelangen. Der Zug fährt durch 19 Tunnel, 29 Brücken, 13 Viadukte, 9 überdachte Schuppen, zwei Kehrschleifen der Gleise und über verschiedene Kanäle. Einige von diesen Werken sind wahre und groβartige Wunder, die durch die Einfallskraft seines Erbauers, dem Ingenieur Richard Fontaine Maury, und dank der Technik und des Fortschritts entstanden sind, um die Heldentat der Überquerung der Anden vollenden zu können.

Die Strecke ist 217 Kilometer lang, die Reise dauert hin und zurück fast fünfzehn Stunden. An den verschiedenen Haltestellen bieten die Einwohner dieser Ortschaften ihr Kunsthandwerk, Kleidung und lokale Produkte in malerischen Verkaufsständen an, um ein Andenken an diese interessante Reise mitnehmen zu können. Der Zug hat neben Speisewagen und Panoramawagen, Folkloredarbietungen, ärztliche Begleitung, Audio- und Videosystem und mehrsprachige Führer.

Während der Fahrt und im Waggon kann der Reisende sehen, wie das Gelände sich im Laufe der Zeit verändert, wie z.B. der Zug die Quebrada del Toro umfährt, dann sieht man links vom El Condado den Friedhof, wo viele der Bauarbeiter begraben sind, die an einem tragischen Tag starben, man kann die üppige Vegetation bewundern, und die Berge scheinen vor den Augen zu wachsen, langsam aber majestätisch.



Tren de las Nubes

Danach sieht der Reisende die Viadukte Piedra Azul (82,6 m lang und 14 m hoch) und El Condado (110 m lang und 24 m hoch). Beides sind Eisenkonstruktionen, ohne Sicherheitsplanken, die auf Eisensäulen ruhen. Später gelangt man zur Station Chorrillos, wo eine Zickzackkurve die Schienen um 52 Meter höher steigen lässt. Dieses einzigartige System, wie das vorher erwähnte, erlaubt es dem Zug die unterschiedlichen Höhen zu überwinden.


Comidas típicas de Salta

Nach der legendären Puerta Tastil kommt der Zug langsam in eine unbekannte Gegend. Die Legende besagt, dass die Ureinwohner an dem Berg anklopften, bevor sie in dieses Tal gelangten, daher sein Name.

Salta
Diese auβergewöhnliche Reise kommt schlieβlich in Meseta an, einem Ort der totalen Einsamkeit. Wir befinden uns auf 2.844 m.ü.d.M.

Langsam verliert man die Orientierung, wenn der Zug wie in einem Labyrinth weiterfährt, um aus dem Tal und den wüstenartigen Plateaus herauszukommen und eine geeignete Landschaft zu finden. So gelangt man zum Kilometerstand 1.255, wo die erste Kehrschleife ist, also der Zug über seine Gleise fährt. Die Kurve ist 582,25 Meter lang und hat einen Durchmesser von 131 Metern, eine schneckenförmige Erfindung, die es erlaubt aus einem tiefen Bergkessel zu gelangen.
Vom höchsten Punkt dieser Spirale kann man wie von einem natürlichen Balkon aus ein atemberaubendes Panorama von auβerordentlicher Schönheit und Gröβe bewundern.

Ähnlich verläuft die zweite Kehrschleife auf Kilometer 1.262, die zusammen mit der ersten dem Zug erlaubt, über 650 Meter Höhe zu gewinnen. Hier ist der kleinste Durchmesser 131 Meter und die Länge der Kurve beträgt 650 Meter. Danach fährt man durch einen Tunnel von 181 Metern Länge.

Die Fahrt geht nach folgenden Stationen welter: Incahuasi, Cachinal und Muñano. Zum Schluss gelangt man nach San Antonio de los Cobres, dessen Namen von der bekannten Sierra de Cobre abgeleitet wird, reich an Kupfervorkommen. Die Ortschaft wird von den Bundesstraβen 40 und 51 durchquert, befindet sich auf 3.774 m.ü.d.M. und ist auβerdem die Hauptstadt des Departmentos Los Andes.
Bevor man nach Mina Concordia kommt, kann man links den berühmten Nevado de Acay von 5.950 m.ü.d.M. betrachten, wenn man vom Bahnhof losfährt, entdeckt man einen schwarzen Berg mit einer witzigen roten Haube.

Die Endstation dieser Fahrt ist bei Kilometer 1.350, wo das Viadukt La Polvorilla liegt, 224 Meter lang und 63 Meter hoch. Es ist das höchst gelegenste Viadukt dieser Eisenbahnlinie, auf 4.200 Metern Höhe und wegen seiner Eigenschaften eines der bedeutendsten weltweit.

Hier trägt der Zug zu Recht seinen Namen, Tren a las Nubes. Er fährt auf diesem Viadukt in atemberaubender Höhe, ohne Seitenbefestigungen und ruht auf einzigartigen Säulen.

Dies ist eine von Ingenieuren geleistete Pioniertat, die der Besucher unbedingt kennenlernen sollte. Man nimmt an, dass ungefähr 30.000 Touristen jährlich diesen Ausflug machen, ganz abgesehen davon ist diese Strecke die einzige Verbindung von verschiedenen Ortschaften. Der Zug fährt von April bis November, um 7:00 von Salta ab und kommt dort um 22:40 wieder an. Im Sommer, von Dezember bis März, fährt der Zug Tren del Sol von Salta bis zur Station Diego de Almagro auf 3.500 m.ü.d.M.

YouTube - Tren de las nubes
Tren de las nubes. Provincia de Salta. Argentina .
Watch video - 3 min 27 sec -
www.youtube.com/watch?v=RhyxBxpJD50

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